Adipositas

Adipositas einfach erklärt

„Adipositas ist keine Charakterschwäche – sondern eine Erkrankung, die man mit Wissen und Herz behandeln kann.“

Adipositas einfach erklärt mit Barbara Müller

Was ist Adipositas?

Adipositas ist keine Charakterschwäche, sondern eine chronische, multifaktorielle Erkrankung, bei der sich über längere Zeit zu viel Körperfett ansammelt.
Sie entsteht, wenn die Energiezufuhr dauerhaft größer ist als der Energieverbrauch – also, wenn wir mehr Kalorien aufnehmen, als wir verbrauchen.

Doch ganz so einfach ist es nicht – denn Hormone, Gene, Psyche und Umwelt spielen eine ebenso große Rolle wie Ernährung und Bewegung.

Was im Körper passiert

Im Körper regulieren viele Hormone Hunger, Sättigung und Energieverbrauch – darunter Insulin, Leptin, Ghrelin, GLP-1 und Amylin.
Gerät dieses feine Zusammenspiel aus dem Gleichgewicht, sendet der Körper falsche Signale: Wir haben Hunger, obwohl wir genug Energie gespeichert haben. Das nennt man „hedonischen Hunger“ (Lust-Hunger) – Essen als Belohnung, Trost oder Genuss, nicht als Energiebedarf.

Gleichzeitig kann es zu einer Insulinresistenz kommen – die Zellen nehmen Zucker schlechter auf, der Blutzuckerspiegel steigt, und der Körper produziert noch mehr Insulin.
Dieses Insulin wirkt wie ein „Fettspeicherhormon“ – das Gewicht steigt weiter.

So entsteht ein Kreislauf, der schwer zu durchbrechen ist.
Adipositas ist daher keine Willensschwäche, sondern ein komplexes Zusammenspiel vieler biologischer Mechanismen.

Warum Adipositas gefährlich ist

Adipositas erhöht das Risiko für viele Erkrankungen, unter anderem:
• Typ-2-Diabetes
• Bluthochdruck
• Fettstoffwechselstörungen
• Herz-Kreislauf-Erkrankungen
• Fettleber
• Gelenkprobleme und Schlafapnoe

Vor allem das viszerale Fett (Bauchfett) ist gefährlich, da es Stoffe freisetzt, die Entzündungen fördern und Gefäße schädigen.
Die gute Nachricht: Schon 5-10% weniger Gewicht senken das Risiko für Diabetes, Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich.  

Therapie und Prävention

Eine erfolgreiche Therapie besteht aus mehreren Bausteinen:

  1. Ernährungsumstellung – ausgewogen, kalorienbewusst, ballaststoffreich
  2. Mehr Bewegung – regelmäßige Aktivität erhöht den Grundumsatz
  3. Verhaltenstherapie – alte Muster erkennen, neue Strategien lernen
  4. Medikamentöse Unterstützung – moderne GLP-1-Analoga können helfen, den Appetit zu regulieren und Gewicht zu reduzieren
  5. Langfristige Begleitung – kleine Schritte führen zum Ziel


Eine Gewichtsabnahme verbessert den Blutzucker, Blutdruck und Cholesterin erheblich.
Adipositas ist behandelbar – mit Geduld, Wissen und individueller Unterstützung. Kein Mensch ist Schuld an seiner Erkrankung, aber jeder kann lernen, aktiv damit umzugehen.

10 schnelle Fakten zu Adipositas

  1. Adipositas = zu viel Körperfett, nicht zu wenig Disziplin.
  2. Gene, Hormone, Ernährung und Stress spielen mit.
  3. Abnehmen ist schwer, weil der Körper gegenhält.
  4. Bewegung ist Medizin – täglich 30 Minuten helfen!
  5. Gesunde Ernährung heißt: Eiweiß, Ballaststoffe, gute Fette.
  6. GLP-1-Medikamente bremsen Hunger & schützen Organe.
  7. Das metabolische Syndrom ist gefährlich – Blutzucker & Fette checken!
  8. Jedes verlorene Kilo zählt!
  9. Adipositas betrifft Körper und Seele.
  10. Hilfestellung gibt’s im Podcast bei Barbara Müller, mit Herz, Humor & Wissen.

Einblick Podcast
Adipositas einfach erklärt

Weitere Folgen sind bereits verfügbar – jeden Montag um 5:00 Uhr erscheint eine neue, kostenfrei anhörbare Episode zum Thema.

Folge 1

Herzlich Willkommen!

Hier wird über Adipositas gesprochen – offen, verständlich und ohne Vorurteile. 

Folge 2

Ernährung: Der Teller

In dieser Folge geht es um die Geschichte von Paul, dem Baggerfahrer 46, mit 45 kg Übergewicht und der Ausrede „schwere Knochen“.

Folge 3

GLP1, Windeln & Wunschfigur – Mamas neues Kapitel

Zustand nach Gestationsdiabetes: Hellen Roßdorf, 32, BMI 35, 12 Wochen nach der Geburt.

Folge 4

Franz und sein Rudel Schweinehunde

Barbara Müller erzählt vom inneren Schweinehund und der Motivation bei Übergewicht. Mit Franz und Günter – einem ungleichen Duo.

Folge 5

Ernährungstagebuch

Ein Ernährungstagebuch kann helfen, Zusammenhänge zwischen Essen, Bewegung und Wohlbefinden zu erkennen. Erklärung mit Herz und Humor und warum Ehrlichkeit dabei alles ist. 

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Häufig gestellte Fragen

Adipositas bedeutet starkes Übergewicht – also ein übermäßiger Anteil an Körperfett. Ab einem BMI von 30 spricht man medizinisch von Adipositas. Es ist keine Charakterschwäche, sondern eine chronische Erkrankung mit vielen Ursachen.

Der Körper speichert Energie unterschiedlich – durch Gene, Hormone, Medikamente oder Stress. Manchmal arbeitet der Stoffwechsel einfach „auf Sparflamme“.

Barbara sagt: „Der Stoffwechsel ist wie ein kleiner Beamter – wenn’s gemütlich ist, macht er langsam!“

Gene beeinflussen, wie wir essen, Fett speichern oder Hunger empfinden.
Aber: Gene sind keine Entschuldigung – Bewegung, Ernährung und Schlaf können viel verändern!

Weil der Körper sein Gewicht verteidigt! Sobald man weniger isst, schaltet er auf Energiesparen um. Hungerhormone wie Ghrelin steigen, Sättigungshormone wie Leptin sinken – und schon wird das Sofa wieder verlockend.

Bewegung verbrennt nicht nur Kalorien – sie senkt Entzündungen, stabilisiert den Blutzucker und verbessert die Stimmung. Schon 30 Minuten Spazieren täglich helfen. „Schwitzen ist besser als Schimpfen!“

Das ist die „ungesunde Viererbande“: Übergewicht, hoher Blutdruck, Fettstoffwechselstörung und Insulinresistenz. Gemeinsam erhöhen sie das Risiko für Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Eiweißreich, ballaststoffreich und gesundes Fett: Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkorn, Fisch, Nüsse.
Wichtig ist das Wie: Langsam essen, genießen, satt fühlen.

Darunter versteht man neue Medikamente (z. B. Semaglutid, Tirzepatid), die Hunger bremsen und das Sättigungsgefühl verstärken.
Sie helfen beim Abnehmen und schützen Herz, Leber und Bauchspeicheldrüse.

Barbara sagt: „Die machen nicht dünn – aber sie helfen, den inneren Schweinehund an die Leine zu legen!“

Man kann sie sehr gut behandeln, aber nicht „wegzaubern“.
Ein stabiles Gewicht, gesunde Gewohnheiten und langfristige Begleitung helfen, das Gleichgewicht zu halten.

Weil Adipositas nicht nur aufs Äußere wirkt, sondern auch auf Herz, Gelenke, Hormone und Seele.
Und: Jedes Kilo weniger zählt – für Gesundheit, Lebensfreude und Selbstvertrauen!

Interessiert?

Mein Adipositas Podcast wird auf verschiedenen Plattformen ausgespielt. Wähle einfach deinen Favoriten zum Reinhören und um mir zu folgen!

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